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PaderSprinter stattet Flotte mit antiviralen Filtern aus


Als einer der ersten Verkehrsbetriebe im Stadtbusbereich rüstet der PaderSprinter seine Busflotte schrittweise mit neuen Aktivfiltern aus. Hierbei handelt es sich um Hochleistungspartikelfilter, die als mehrlagige Feinfilter zusätzlich über eine antivirale Funktionsschicht verfügen. Feinste Aerosole werden somit größtenteils von Bakterien, Viren und Staub gereinigt. Die ersten Fahrzeuge mit den neuartigen Filtersystemen sind bereits im Einsatz. Bis alle Busse des Nahverkehrsbetriebs mit den Aktivfiltern ausgestattet sind, wird es allerdings noch etwas dauern.

”Für die Umrüstung nehmen wir uns jeden Bus einzeln vor”,

erklärt Bernhard Hengsbach, Fahrzeug- und Betriebstechnik PaderSprinter.

”Bereits heute reinigen Filter in den Klimasystemen unserer Busse die Innenräume der Fahrzeuge wirksam von Partikeln. Diese Wirkung wird durch die neuen Hochleistungsfilter jetzt nochmal verstärkt und das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus weiter minimiert”,

gibt Bernhard Hengsbach weiter an. Die neuen Filtersysteme ersetzen dabei allerdings nicht die allgemein geltenden Hygiene- und Abstandsregeln in den Linienbussen des PaderSprinter. Dazu zählt beispielsweise auch die konsequente Tragepflicht eines Mund-Nasenschutzes.

PaderSprinter erhält Förderbescheid zum Testen neuartiger Wasserstofftechnologie


Um neue Technologien im öffentlichen Nahverkehr weiter zu testen, erhält der PaderSprinter insgesamt 188.000 Euro vom Verkehrsministerium des Landes NRW. Mit dieser Förderung soll die Anschaffung eines Elektrobusses mit Wasserstoff-Reichweitenverlängerer mitfinanziert werden. Dabei wird Wasserstoff durch eine Brennstoffzelle in Kombination mit einer neuartigen Feststoffbatterie zusätzlich in elektrische Energie umgewandelt und so die Reichweite des Busses verlängert. Peter Bronnenberg, Geschäftsführer PaderSprinter, freut sich über die Unterstützung vom Land:

„Von diesem Pilotprojekt erhoffen wir uns wichtige Erkenntnisse für den Einsatz von Elektrobussen im Realbetrieb. Diese können zum Beispiel die Reichweite eines solchen Busses, aber auch betriebswirtschaftliche Aspekte betreffen. Zusätzlich haben die gemachten Erfahrungen dann hoffentlich auch einen Mehrwert für den ÖPNV über Paderborns Stadtgrenzen hinaus.“

Der Bus soll über einen Zeitraum von fünf Jahren getestet und vom Land NRW gefördert werden. Insgesamt liegen die Kosten für das Pilotprojekt bei ca. 890.000 Euro.

 

Bildunterschrift: Freuen sich über den Förderbescheid: v. l. n. r. Bernhard Hoppe-Biermeyer (CDU-Landtagsfraktion NRW), Joachim Künzel (Geschäftsführer NWL), Peter Bronnenberg (Geschäftsführer PaderSprinter) mit Hendrik Wüst (NRW-Verkehrsminister).

(Quelle: NRW-Landtag)

11 neue Busse des PaderSprinter sorgen dank Abbiege- und Bremsassistenten für noch mehr Sicherheit


11 fabrikneue Linienbusse vom Typ „Mercedes-Benz Citaro“ verstärken jetzt die Flotte des PaderSprinter bzw. der 100-prozentigen Tochter, der Kraftverkehrsgesellschaft Paderborn mbH. Die neuen 18 Meter langen Gelenkbusse mit vier Türen entsprechen, wie schon unsere Neuanschaffungen der letzten Jahre, der aktuell höchsten Euro-VI-Abgasnorm und haben die modernste Abgasnachbehandlung. Durch die Beachtung weiterer Kriterien, wie u. a. niedrige Geräuschpegel und umweltschonende Lacke, werden auch diese Busse mit dem Siegel für besondere Umweltverträglichkeit unterwegs sein: dem „Blauen Engel“.

 

Unser umfangreiches Sicherheitspaket wird bei diesen Gelenkbussen durch eine technische Besonderheit im Busbereich ergänzt: Erstmalig gibt es ab Werk einen Abbiege- und Bremsassistenten. „Neben einem aktiven Bremsassistenten sind unsere neuen Busse auch mit einem Sicherheitssystem ausgestattet, das beim Rechtsabbiegen einen Zusammenstoß mit Fußgängern und Radfahrern verhindern soll“, sagt Peter Bronnenberg, Geschäftsführer PaderSprinter. „Auf diese Weise leisten die neuen Linienbusse einen aktiven Beitrag zur Verkehrssicherheit in Paderborn“, gibt Bürgermeister Michael Dreier an. So sind hier Gelenkbusse im Einsatz, die mittels Sensoren den Bereich vor und neben dem Linienbus kontinuierlich überwachen. Erkennt der Abbiegeassistent dann einen Fußgänger, Radfahrer oder etwas anderes in der Gefahrenzone, wird das Fahrpersonal durch ein akustisches und optisches Warnsignal auf die Gefahr einer Kollision hingewiesen. „Das Sicherheitssystem warnt unsere Fahrinnen und Fahrer beispielsweise, wenn sich während ihres Abbiegevorgangs ein Radfahrer nähert oder wenn sich beim Abfahren von einer Haltestelle ein Fußgänger in unmittelbarer Nähe zum Fahrzeug befindet“, erklärt Markus Janewers, Fahrzeug- und Betriebstechnik PaderSprinter. „Dabei erfüllt die Sicherheitsvorrichtung alle technischen Anforderungen, die das Bundesverkehrsministerium an Abbiegeassistenzsysteme hat“, betont er weiter.

 

Sicherheit, Umwelterverträglichkeit und Komfort: beim PaderSprinter eine fahrende Einheit

 

Doch nicht nur die Umweltverträglichkeit und Sicherheit spielen bei unseren Neuanschaffungen eine wichtige Rolle, auch an die Verbesserung des Komforts wurde gedacht: Neben den bekannten Standards bei der Innenraumeinrichtung ist bei unseren Fahrzeugen auch wieder eine Ambientebeleuchtung hinzugekommen. Mit dem indirekten Licht in Weiß und einem weiteren LED-Lichtband in Ocker möchten wir eine echte Wohlfühlatmosphäre für unsere Fahrgäste schaffen. Außerdem sorgen zusätzliche Klappsitze an den Rollstuhl- und Kinderwagenplätzen für eine flexiblere Regelung der Fahrgastkapazität in den Bussen. An den Seitenwänden sind zudem mehr USB-Ladesteckdosen eingelassen, die zum Aufladen von Smartphones, Tablets etc. dienen. Hinzu kommt ein kostenfreier Internetzugang für die Fahrgäste. „Die neuen Busse helfen, um unsere Kunden trotz steigender Fahrgastzahlen mit gewohntem Komfort und hoher Sicherheit zum Ziel zu bringen. Dank des neuen Abbiege- und Bremsassistenten spielt sich die Sicherheit dabei nicht nur im, sondern auch vor und neben dem Bus ab“, so Peter Bronnenberg.

 


Bildunterschrift: Stellen die neuen Linienbusse des PaderSprinter vor: v. l. Markus Janewers, Fahrzeug- und Betriebstechnik PaderSprinter, Michael Dreier, Bürgermeister der Stadt Paderborn und Peter Bronnenberg, Geschäftsführer PaderSprinter.

 

Kostenloser ÖPNV in Paderborn? Gute Idee, aber …


Seit dem Vorschlag der Bundesregierung, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) kostenlos anzubieten, ist auch hier in Paderborn eine Diskussion gestartet. Die Idee, den ÖPNV grundsätzlich mehr zu fördern, finden wir richtig und gut. So wären z.B. ein besserer Takt und eine stärkere Anbindung der Stadtteile möglich.

 

Ein kostenloser ÖPNV ist unserer Meinung nach aber derzeit finanziell nicht umsetzbar, denn die Berechnung ist wesentlich komplexer als man auf den ersten Blick denken mag. Es wären allein für den PaderSprinter einmalige Investitionen für die Infrastruktur von mindestens 22 Mio. Euro notwendig. Dazu zählen z.B. neue Busse, um die Anzahl der Fahrgäste, die aufgrund des kostenlosen Angebotes steigen würde, befördern zu können. Ebenso zählt dazu neues Fahr- und Werkstatt-Personal und auch ein neuer, größerer Betriebshof, auf dem die Fahrzeuge gewartet, getankt und abgestellt werden können. Zusätzlich wäre ein Ausbau der bisherigen Haltestellen nötig, um den Fahrgastwechsel abwickeln zu können. Diese Investitionen müssten unserer Meinung nach aber bereits vor der Einführung eines kostenlosen ÖPNV Angebots getätigt werden und nicht erst danach. Eine Vorlaufzeit von mindestens zwei bis drei Jahre sehen wir daher als notwendig an.

 

Der ÖPNV kann auch in Paderborn nicht kostendeckend angeboten werden. Ohne die Einnahmen aus den Ticketerlösen würden jährlich rund 29 Mio. Euro Kosten anfallen. Der Verbund Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sagt, dass für den gesamten ÖPNV in Deutschland heute 12 Mrd. Euro Zuschüsse pro Jahr benötigt werden. Diese Summen müssten zukünftig vom Bund, dem Land und der Stadt Paderborn, also dem Steuerzahler, finanziert werden.

 

Dazu kommt: Paderborn ist keine Insel. Es gibt weitere ÖPNV-Unternehmen (Regionalverkehr, Schienenverkehr, …) und einen Verkehrsverbund. Seit dem 01.08.2017 gehören wir und 60 weitere Verkehrsunternehmen dem WestfalenTarif an. Hier gäbe es sehr viel Abstimmungs- und Abrechnungsbedarf, denn bestehende Verträge müssen eingehalten und können nicht sofort gekündigt werden. Es müssten also sehr viele Fragen landes- und bundesweit geklärt werden, bevor ein kostenloser ÖPNV eingeführt werden könnte. Dazu zählen auch die vielen Pendler/-innen, die derzeit täglich mit PKW aus Kommunen außerhalb Paderborns in die Stadt fahren und somit nicht in unserem Einflussbereich liegen. Auch hierfür müssten Lösungen geschaffen werden.

 

Im Übrigen müssten unserer Meinung nach die eigentlichen Verursacher, nämlich die Autohersteller, stärker in die Pflicht genommen werden. Sie müssen ebenfalls zur Verbesserung der Luftqualität beitragen, bevor die Lasten auf den ÖPNV und die Allgemeinheit abgewälzt werden.

 

Wir arbeiten aber natürlich unabhängig von der Diskussion weiter daran, die Attraktivität und Flexibilität des Busverkehrs in Paderborn zu verbessern. Versprochen!

 

Neun Mal mehr: Neue PaderSprinter-Busse vereinen modernste Technik, mehr Komfort und noch mehr Sicherheit


Neun fabrikneue Linienbusse vom Typ „Mercedes-Benz Citaro“ verstärken jetzt die Flotte des PaderSprinter bzw. der 100%igen Tochter KVP. Sämtliche neuen 12 Meter langen Solobusse mit drei Türen entsprechen wie schon die Neuanschaffungen der letzten beiden Jahre der aktuell höchsten Euro-6-Abgasnorm und haben die modernste Abgasnachbehandlung. Durch die Beachtung weiterer Kriterien wie u. a. niedrige Geräuschpegel und umweltschonende Lacke werden die Busse mit dem Siegel für besondere Umweltverträglichkeit unterwegs sein: dem Blauen Engel. Das umfangreiche Sicherheitspaket beim PaderSprinter wird beim Solobus durch eine Besonderheit im Busbereich ergänzt: ein ESP (elektronisches Stabilitätsprogramm).

 

„Unsere neuen Solobusse sind alle mit dem Sicherheitssystem ESP ausgestattet. Viele Autofahrer kennen ein elektronisches Stabilitätsprogramm von ihrem PKW. Für Stadtbusse dagegen gibt es das noch nicht lange, bei uns gehört die Ausrüstung inzwischen zum Standard“, betont der Bereichsleiter Fahrzeug- und Betriebstechnik beim PaderSprinter, Bernhard Hengsbach. Das Stabilitätsprogramm kann durch gezieltes Bremsen einzelner Räder, bspw. bei besonderen Fahrbahnzuständen wie Schnee und Glatteis den Fahrer unterstützen.

Zusätzliche äußere Sicherheitsaspekte: ein durchgehendes LED-Leuchtenband an den Einstiegskanten und eine verstärkte Umfeldbeleuchtung ermöglichen auch bei Dunkelheit den noch sichereren Zutritt. Auch die Fahr-Scheinwerfer sind mit helleren LED-Leuchten versehen.

 

Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Komfort: beim PaderSprinter eine fahrende Einheit

Doch auch an die Verbesserung des Komforts wurde gedacht. Drei Türen lassen einen flüssigeren gleichzeitigen Ein- und Ausstieg der Fahrgäste zu. Außerdem haben die Busse jeweils an der zweiten Türe großzügige Nutzungsflächen. Die Haltestangen sind zweifarbig: blau mit gelber Absetzung zur besseren Erkennbarkeit für sehschwache Menschen. Die Bestuhlung hat bequeme Polster und an den Seitenwänden sind USB-Ladesteckdosen zum Aufladen von Smartphones, Tablets etc. eingelassen. Eine Klimaanlage für Fahrgäste und –personal gehört schon seit langem zur Regel beim Paderborner Nahverkehrsunternehmen.

 

„Die neuen Busse helfen, um unsere Kunden trotz der zunehmenden Fahrgastzahlen mit dem gewohnten Komfort und hoher Sicherheit zum jeweiligen Ziel zu bringen“, so Peter Bronnenberg, Leiter des PaderSprinter. „Dass wir dabei die höchstmöglichen Standards der Umweltschutzmaßnahmen in Punkto Abgas- und Feinstaubemissionen erfüllen, ist für uns seit über zwei Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit.“ Moderne Abgasnachbehandlung, bestehend aus Rußfilter und AD-Blue Stickoxidreduzierungssystem, eine verbrauchsoptimierte Motorentechnik und das Fahren mit besonders umweltfreundlichen Kraftstoffen sind Beispiele für die gute Umweltverträglichkeit. Der PaderSprinter gilt somit als Paradebeispiel in Sachen Umweltschutz. Die neuen Fahrzeuge verbrauchen außerdem in Kombination mit modernster Getriebesteuerung weniger Kraftstoff als herkömmliche Fahrzeuge. Auch dies ist für Peter Bronnenberg ein weiterer wichtiger Beitrag zur CO2 – Reduktion.

 

Die Neuerwerbungen ersetzen Altfahrzeuge des über 100 Busse zählenden Fahrzeugparks des Paderborner Nahverkehrsunternehmens, das eine der schadstoffärmsten Busflotten betreibt und immer wieder neueste Technologien und Prototypen in Paderborn testet.

 

Bildunterschrift: Gaben gemeinsam den Start frei für die neuen umweltfreundlichen PaderSprinter-Busse: Geschäftsführer Peter Bronnenberg und Paderborns Bürgermeister Michael Dreier.

 

Kostenlos surfen im Stadtverkehr – Gratis-WLAN in den Bussen des PaderSprinter


Die Fahrgäste des PaderSprinter dürfen sich freuen, denn es gibt einen zusätzlichen Service: kostenlos nutzbares WLAN in den Paderborner Stadtbussen macht jetzt schnelles surfen, chatten und mailen während der Fahrt möglich. Diese Maßnahme ergänzt die bereits erfolgte Förderung von WLAN-Systemen in den rund 170 Regionalbussen, die in den Kreisen Paderborn und Höxter fahren. Die Fahrgäste können somit das WLAN-Angebot in allen Bussen des Hochstiftes nutzen.

Bereits Anfang 2016 hatte die Verbandsversammlung des Nahverkehrsverbundes Paderborn/Höxter (nph) die Projektförderung für die Ausstattung mit WLAN-Routern in den Stadtbussen beschlossen. Die vom nph geförderten Investitionskosten beliefen sich auf rd. 190.000 €. Darüber hinaus werden vom nph für einen Zeitraum von 5 Jahren die Betriebskosten mit jährlich rd. 70.000 € gefördert.

„Die Zeit im Bus des PaderSprinter lässt sich mit dem neuen WLAN-Angebot sinnvoll nutzen. Unter anderem können aktuelle Informationen zum Betriebsablauf und auch zu Anschlüssen im Schienenverkehr abgerufen werden, da der PaderSprinter bereits Echtzeitinformationen in den Auskunftssystemen zur Verfügung stellt“, so Dr. Ulrich Conradi, Verbandsvorsteher des Nahverkehrsverbundes Paderborn/Höxter (nph). „Wir freuen uns, mit dem WLAN in unseren Bussen die Servicequalität im Stadtverkehr in Paderborn weiter deutlich erhöht zu haben; Herzlichen Dank hierfür an den nph“, ergänzt Peter Bronnenberg, Geschäftsführer des PaderSprinter.

Die datentechnische Koordination des WLAN-Projektes übernimmt die Verbundgesellschaft Paderborn/Höxter mbH (VPH). Das zur Verfügung gestellte Datenvolumen ermöglicht es jedem Nutzer, in den Bussen mit Smartphone oder Tablet einfach und schnell online zu gehen. Piktogramme und Plakate in den Fahrzeugen weisen auf den Service hin und geben gleichzeitig eine Bedienungsanleitung. Das Netzwerk trägt den Namen „fahr mit“ und wird nach Aktivierung der WLAN-Verbindung automatisch geöffnet. Eine personalisierte Anmeldung oder eine Registrierung vorab ist nicht erforderlich. Das Ausloggen aus dem Internet erfolgt automatisch, wenn die Verbindung für mehr als zehn Minuten unterbrochen ist.

Bildunterschrift (v.l.): Dr. Ulrich Conradi (Verbandsvorsteher des NWL) und Peter Bronnenberg (Geschäftsführer PaderSprinter GmbH)

 

„Der sauberste Dieselbus der Welt fährt in Paderborn“: PaderSprinter kann auch Fahrzeuge Euronorm V und älter mit modernster Technik nachrüsten, um Abgaswerte weiter zu senken


Der PaderSprinter ist weit über die Region hinaus dafür bekannt, eine Vorreiterrolle bei der Umweltverträglichkeit seiner Busflotte einzunehmen. Die Verantwortlichen beim Paderborner Nahverkehrsunternehmen haben dem Mosaik jetzt ein weiteres bedeutendes Steinchen hinzugefügt. Der PaderSprinter hat gemeinsam mit einem Hersteller für Abgastechnologie einen Weg gefunden, Fahrzeuge nachzurüsten, die mit Euro V – Norm unterwegs sind. Das galt bei Fahrzeugherstellern bis vor kurzem noch als ausgeschlossen.

 

„Der Einsatz umweltschonender Technologien beim PaderSprinter ist seit über zwei Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit. Unsere schadstoffarme und umweltfreundliche Busflotte wurde schon mehrfach dafür ausgezeichnet“, betont der Geschäftsführer des PaderSprinter, Peter Bronnenberg, nicht ohne Stolz bei der Präsentation der jüngsten Testergebnisse im historischen Rathaus von Paderborn. „Dass wir dabei die aktuellen, höchstmöglichen Standards der Umweltschutzmaßnahmen in Punkto Abgas- und Feinstaubemissionen erfüllen, versteht sich von selbst.“ Aber die Verantwortlichen beim PaderSprinter ließen nicht locker und gehen diesmal mehrere Schritte weiter als andere. Bei der Suche nach bezahlbaren und leistungsfähigen Nachrüstlösungen für Bestandsfahrzeuge der Stufe Euro V sind die Fachleute des Paderborner Unternehmens auf ein Verfahren einer finnischen Firma zur Abgasreinigung bei Dieselmotoren gestoßen. Gemeinsam mit dem Hersteller ist ein innovatives SCRT-System, das auch im schwierigen Innenstadtverkehr die Schadstoffe PM und NOx effizient aus dem Abgas entfernt, in ein Euro V/EEV-Fahrzeug aus der PaderSprinter-Flotte eingebaut worden. Als Reduktionsmittel wird in diesem System ADBlue verwendet. Um realistische Emissionsmessungen zu erreichen, sind Testfahrten auf regulären Linienverläufen durchgeführt worden.

 

Sensationelle Test-Resultate im Alltagsversuch

Die Ergebnisse der Testfahrten wurden jetzt gemeinsam mit dem ausgewiesenen Nutzfahrzeugexperten Prof. Dr. Ralph Pütz von der Hochschule Landshut präsentiert. „Die bisherigen Ergebnisse sind aus unserer Sicht sensationell und unterbieten noch die Resultate, die wir im vergangenen Jahr mit dem System eines anderen Herstellers an älteren Fahrzeugen erzielt haben. Die mit dem jetzt nachgerüsteten SCRT-System erzielten Werte sind noch einmal deutlich besser als die der aktuell vorgeschriebenen Euro-VI-Systeme der Fahrzeughersteller“, erläuterte Prof. Dr. Ralph Pütz. Durch die Abgasnorm Euro-VI werden die Abgasgrenzwerte in Bezug auf den vorherigen Euro Standard um ein Vielfaches bis an die Nachweisgrenze gesenkt. „Unserer Ergebnisse sind keine Laborwerte, sondern Resultate aus dem alltäglichen Stadtverkehr“, verdeutlicht Peter Bronnenberg die Tragweite. Das Gutachten von Prof. Dr. Ralph Pütz bestätigt, dass bei einem Gelenkbus mit dieser Technik der Gesamtausstoß der Stickoxide auf 0,1 g/km reduziert wird. „Hier wurde ein absoluter neuer Benchmark nach unten gesetzt“, so Prof. Dr. Pütz.

 

Nach Ansicht des Paderborner Bundestagsabgeordneten Dr. Carsten Linnemann stellt die jetzt vom PaderSprinter „präsentierte Nachrüstung für viele Verkehrsunternehmen eine kostengünstige und schnell umsetzbare Lösung dar“. Dies sei angesichts „klammer Kassen von Städten und Kommunen ein effizienter Weg.“

 

„Auch vor diesem finanziellen Hintergrund ist eine umfangreiche Erneuerung vorhandener Dieselflotten mit Batteriebussen derzeit nicht möglich“, ergänzt Peter Bronnenberg. „Dennoch verfolgen auch wir die Elektromobilität sehr aufmerksam und werden diese verstärkt einsetzen, sobald die Serienreife erreicht ist.“

 

Moderne kombinierte Abgassysteme mit innovativer SCR-Technik zur Minimierung der Stickoxide und effektiver Partikel-Reduktion, eine verbrauchsoptimierte Motorentechnik und das Fahren mit besonders umweltfreundlichen Kraftstoffen sind Beispiele für eine gute Umweltverträglichkeit der heimischen Busflotte. Der PaderSprinter ist und bleibt mit den aktuellen Testreihen das Paradebeispiel in Sachen Umweltschutz. Eine Einschätzung, die auch Paderborns Bürgermeister Michael Dreier teilt. „Der PaderSprinter ist im Bereich Umweltschutz ein Vorbild für alle deutschen Busflotten. Das Unternehmen geht moderne Wege, so dass umweltschonende Technologien schon lange eine Selbstverständlichkeit sind.“

 

Bildunterschrift (v.l.): Prof. Dr. Ralph Pütz, Hochschule Landshut und Peter Bronnenberg, Geschäftsführer PaderSprinter GmbH


Siehe dazu auch

 

Rückrufaktion für PaderSprinter-Busse


Aufgrund eines technischen Fehlers ruft ein namhafter Fahrzeughersteller derzeit Omnibusse eines bestimmten Typs zurück. Auch der PaderSprinter ist von der Rückrufaktion betroffen. Fünf der neuesten Gelenkbusse können deshalb bis auf weiteres nicht im Öffentlichen Personennahverkehr im Stadtgebiet von Paderborn eingesetzt werden. Sollte die Rückrufaktion zum Semesterbeginn nicht abgeschlossen sein, rechnet der PaderSprinter mit Engpässen besonders auf der Uni-Linie, da Ersatzfahrzeuge kurzfristig nicht verfügbar sind. PaderSprinter-Leiter Peter Bronnenberg bittet schon jetzt die Fahrgäste um Verständnis: „Wir werden alles tun, um den Engpass für unsere Fahrgäste so gering wie möglich zu halten.“