Mit dem Schulstart nach den Sommerferien ist es in den Bussen und Bahnen im Hochstift wieder voller geworden. Die Verkehrsunternehmen haben alles, was ihnen an Bus- und Fahrpersonal-Kapazitäten zur Verfügung steht, ausgeschöpft. Zwar ist der ÖPNV laut Corona-Schutzverordnung vom Mindestabstand ausgenommen, dennoch nehmen alle Anbieter die Sorgen der Eltern ernst, dass eine Ansteckung auf dem Schulweg erfolgen könnte.

„Um die Schulanfangs- und Endzeiten noch weiter mit zusätzlichen Bussen zu entlasten und mehr Platz für alle Schülerinnen und Schüler zu schaffen, wird aktuell unter anderem auch geprüft, ob sogenannte Zubestellungen von Bussen über die Reiseunternehmen möglich sind“

so Udo Wiemann, Geschäftsführer der Verbundgesellschaft Paderborn/Höxter mbH (VPH).

 

Rechtliche Fragestellungen noch in Klärung

Neben der Verfügbarkeit von Reisebussen sind generell aber auch noch rechtliche Fragestellungen der Vergabe dieser zusätzlichen Verkehrsleistungen zu klären. Laut NRW-Verkehrsministerium kann die Bestellung nur über die Schulträger und nicht von den Verkehrsunternehmen in Eigenregie erfolgen und stellt eine entsprechende verbindliche Verordnung in Aussicht. Die Verkehrsverbünde und -unternehmen sind daher im ständigen Austausch mit dem Verkehrsministerium, den Schulen und Aufgabenträgern, um hier zeitnah Lösungen zu suchen.

Um zusätzliches Gedränge in den Bussen zu vermeiden, können alle Fahrgäste selbst auch etwas tun:

„Wer kann, sollte die Stoßzeiten zu Schulbeginn meiden und lieber mit einem Bus früher als sonst üblich fahren“

so Peter Bronnenberg, Geschäftsführer vom PaderSprinter.

 

Nur ein gemeinsames Konzept kann das Problem lösen

Das Schulministerium empfiehlt gestaffelte Schulanfangszeiten, um das Gedränge während der Schülerbeförderung zu entzerren. Die Verkehrsunternehmen in den Kreisen Paderborn und Höxter befürworten eine solche Maßnahme und haben schon vor den Sommerferien das Gespräch mit den größeren Schulen und Schulverwaltungen gesucht. Bisher haben sich die meisten Schulen allerdings gegen einen gestaffelten Schulstart ausgesprochen. Aus Sicht der Verkehrsunternehmen kann nur ein gemeinsames Konzept aller Beteiligten die Problematik abmildern.

 

Maskenpflicht gilt auch für Schulkinder

Die seit dem 27. April 2020 in Nordrhein-Westfalen bestehende Pflicht, im öffentlichen Personenverkehr, in Schulbussen, an den Haltestellen und in Bahnhöfen eine Mund-Nasen-Bedeckung bzw. eine so genannte Alltagsmaske zu tragen, gilt auch für Schulkinder. Daher raten alle Verkehrsunternehmen dringend dazu, dass alle Fahrgäste einen Mund-Nasen-Schutz in Bus und Bahn tragen, damit die Beförderung ohne Verweise erfolgen kann. Darüber hinaus soll, soweit möglich, sowohl im Bus und Bahn als auch an den Haltestellen Abstand zu anderen Fahrgästen eingehalten werden