Im Stadtgebiet Paderborn ist jetzt testweise ein weiterer Elektrobus im Einsatz: In den kommenden zweieinhalb Wochen testen wir zusätzlich zum eCitaro-Gelenkbus der Marke Mercedes-Benz ein 12 Meter langes Elektrofahrzeug des polnischen Herstellers Solaris Bus & Coach. Genauso wie der eCitaro, der seit Januar im Rahmen einer Langzeiterprobung zu unserer Busflotte gehört, soll auch der neue Elektrobus von Solaris in den nächsten Wochen auf möglichst vielen Linien im Paderborner Streckennetz eingesetzt werden und so aufzeigen, ob er mit den Anforderungen im Stadtbusverkehr zurechtkommt. Geprüft wird dabei unter anderem die Reichweite des Elektrobusses und welche äußeren Faktoren sie beeinflussen (z. B. das Fahrverhalten oder die verschiedenen Streckenabschnitte im Liniennetz). Das Versprechen des Fahrzeugherstellers, dass der Bus mindestens 200 Kilometer weit fahren kann, unter schwierigen Bedingungen, ist dabei genaustens zu hinterfragen und unter den topografischen Gegebenheiten im Stadtgebiet zu überprüfen.

„Wir haben hier einen Elektrobus mit einer sehr hohen Batteriekapazität. Wir sind gespannt, welche Reichweiten sich damit erzielen lassen und ob man unsere üblichen Dienstlängen eventuell sogar ohne oder nur mit wenig Zwischenladung realisiert bekommt. Ein durch das hohe Gewicht bedingter Wehrmutstropfen ist allerdings die relativ geringe Anzahl an Personenplätzen“,

erklärt Markus Janewers, Leitung alternative Antriebe und Zukunftsprojekte PaderSprinter.

Neben der Reichweite und der Schnellladefähigkeit spielt somit auch das Fassungsvermögen des Elektrobusses eine wichtige Rolle. Der Elektrobus von Solaris ist mit dem eCitaro-Gelenkbus und nach dem VDL-Elektrobus, der im Mai für etwa sechs Wochen im Stadtgebiet unterwegs war, der dritte Test-Elektrobus des PaderSprinter in diesem Jahr.

Technische Daten vom Solaris-Elektrobus

Bei diesem Elektrobus handelt es sich um einen dreitürigen Solaris Urbino 12 electric mit einer Brutto-Batteriekapazität von 528 Kilowattstunden. Er bietet Platz für insgesamt 60 Fahrgäste (26 Sitz- und 34 Stehplätze) und wird, genauso wie der eCitaro von Mercedes-Benz, an unserem Betriebshof geladen.

„Wir werden in der nächsten Zeit noch weitere Elektrofabrikate testen, denn im Elektro-Stadtbus-Bereich gibt es neben den alteingesessenen Anbietern auch neue seriöse Marktteilnehmer, denen wir auch gerne eine Chance geben möchten ihre Fähigkeiten zu präsentieren“,

fügt Markus Janewers abschließend hinzu.