WestfalenTarif zum 01.08.2017 gestartet


Die Partner des Nahverkehrs in Westfalen-Lippe haben zum 01.08.2017 den neuen, westfalenweiten Nahverkehrstarif eingeführt: Mit dem WestfalenTarif wächst der Nahverkehr in Westfalen-Lippe weiter zusammen. Der neue Gemeinschaftstarif gilt für ein Verkehrsgebiet von rund 19.400 Quadratkilometern Fläche und ist damit der zweitgrößte Gemeinschaftstarif in Deutschland. Wo bislang fünf unterschiedliche Tarife galten, können Fahrgäste nun die Tickets des WestfalenTarifs nutzen.

Vereinheitlichung der Tickets im WestfalenTarif

Die Neuerungen wirken sich in erster Linie positiv auf die Kundenfreundlichkeit des Nahverkehrs mit Bussen und Bahnen in Westfalen-Lippe aus. Einheitliche Tickets und Tarifbestimmungen, eine größere Anzahl an Vertriebswegen sowie transparente Preise, die abhängig von der Entfernung zwischen Start- und Zielhaltestelle sind, verbessern die Attraktivität des Systems. Dabei bleiben die bewährten Angebote im regionalen Bereich der bisherigen Tarifräume bestehen. Für die Preisgestaltung und Kundeninformation sind hier auch weiterhin die regionalen Nahverkehrsgesellschaften verantwortlich. Das Sortiment des WestfalenTarifs wird durch Tickets für längere, überregionale Reiseweiten ergänzt, die bislang vom NRW-Tarif abgedeckt wurden. Das Preisniveau des WestfalenTarifs liegt dabei weitgehend unter den Preisen des NRW-Tarifs.

WestfalenTarif bietet bedarfsgerechte Angebote

Damit die individuellen Bedürfnisse der rund 7,2 Millionen Einwohner in Westfalen-Lippe abgedeckt werden können, bietet der WestfalenTarif ein umfangreiches Ticketangebot. Zum Stammsortiment zählen neben typischen Angeboten wie Einzel- und Monatskarten oder Abonnements beispielsweise auch Anschlusstickets. Diese werden in ganz Westfalen-Lippe erhältlich sein und Reisenden ermöglichen, den Geltungsbereich ihrer Zeitfahrkarte zu erweitern. Zudem gibt es mit dem neuen 60plusAbo auch ein erstes, flächendeckendes Angebot für Senioren in Westfalen-Lippe.

Flächendeckender Vertrieb

Der WestfalenTarif wird getragen von den fünf regionalen Tariforganisationen mit mehr als 60 Verkehrsunternehmen sowie den Aufgabenträgern für den öffentlichen Straßenpersonennahverkehr (ÖPNV) und Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Seit Jahresanfang haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beteiligten Verkehrsunternehmen intensive Schulungen zu den neuen Strukturen und dem Ticketsortiment des WestfalenTarifs durchlaufen, sodass der Vertrieb zum 01.08.2017 starten kann. Die Tickets des WestfalenTarifs sind dann an allen Bahnhöfen und Fahrkartenautomaten in Westfalen-Lippe sowie an vielen weiteren Verkaufsstellen erhältlich. In der Anfangsphase ist es zwar noch möglich, dass nicht jedes Verkehrsunternehmen alle Tickets für alle Fahrwege anbieten kann, aber am flächendeckenden Vertrieb wird mit Hochdruck gearbeitet. Auch der Online-Verkauf unter www.westfalentarif.de ist in Vorbereitung.

Umfassende Fahrgastinformation zum Start des WestfalenTarifs

Die Einführung des WestfalenTarifs wird von einer umfassenden Kampagne begleitet. Plakate in Bussen und Bahnen sowie an Haltestellen machen auf die Tarifeinführung und die damit verbundenen Neuerungen zum 01.08.2017 aufmerksam. In den Servicecentern der Verkehrsunternehmen erhalten Fahrgäste alle erforderlichen Informationen. Der neue Internetauftritt unter www.westfalentarif.de bietet Informationen zum Ticketsortiment, übersichtlich strukturiert und gebündelt. Fahrgäste können hier außerdem die neue Fahrplanauskunft nutzen, die Tarifbestimmungen des WestfalenTarifs nachlesen und ihre passenden Ansprechpartner finden.

Nachrüstung im ÖPNV: PaderSprinter stattet Busflotte mit innovativem SCRT-System aus


In Sachen Nachrüstung ist der PaderSprinter weit über die Region hinaus dafür bekannt, eine Vorreiterrolle bei der Umweltverträglichkeit seiner Busflotte einzunehmen. Nun haben wir gemeinsam mit einem Hersteller für Abgastechnologien einen Weg gefunden, Fahrzeuge umzurüsten, die derzeit mit der Euro-V-Abgasnorm unterwegs sind. Bis vor Kurzem galt das bei Fahrzeugherstellern noch als ausgeschlossen.

„Der Einsatz umweltschonender Technologien ist beim PaderSprinter seit über zwei Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit. Unsere schadstoffarme und umweltfreundliche Busflotte wurde schon mehrfach dafür ausgezeichnet“,

betont Peter Bronnenberg, Geschäftsführer PaderSprinter, nicht ohne Stolz bei der Präsentation der jüngsten Testergebnisse im historischen Rathaus.

„Dass wir bei der Nachrüstung die derzeit höchstmöglichen Standards der Umweltschutzmaßnahmen in Punkto Abgas- und Feinstaubemissionen erfüllen, versteht sich deshalb von selbst.“

Bei der Suche nach bezahlbaren und leistungsfähigen Nachrüstlösungen für Bestandsfahrzeuge der Euro-V-Stufe ist der PaderSprinter auf das Verfahren einer finnischen Firma zur Abgasreinigung bei Dieselmotoren gestoßen. Gemeinsam mit dem Hersteller ist ein innovatives SCRT-System, das auch im schwierigen Innenstadtverkehr Schadstoffe effizient aus den Abgasen entfernt, in ein Euro-V- bzw. EEV-Fahrzeug eingebaut worden. Als Reduktionsmittel wird in diesem System ADBlue verwendet. Um realistische Emissionsmessungen zu erreichen, sind Testfahrten auf regulären Linienverläufen durchgeführt worden.

Nachrüstung sorgt für sensationelle Testergebnisse

Die Ergebnisse der Testfahrten im Alltagsversuch wurden jetzt gemeinsam mit dem ausgewiesenen Nutzfahrzeugexperten Prof. Dr. Ralph Pütz von der Hochschule Landshut präsentiert.

„Die bisherigen Ergebnisse sind aus unserer Sicht sensationell und unterbieten noch die Resultate, die wir im vergangenen Jahr mit dem System eines anderen Herstellers bei älteren Fahrzeugen erzielt haben. Die mit dem jetzt nachgerüsteten SCRT-System erzielten Werte sind noch einmal deutlich besser als die der aktuell vorgeschriebenen Euro-VI-Systeme der Fahrzeughersteller“,

erläuterte Prof. Dr. Ralph Pütz. Durch die Euro-VI-Abgasnorm werden die Grenzwerte in Bezug auf den vorherigen Euro-Standard um ein Vielfaches bis an die Nachweisgrenze gesenkt.

„Unserer Ergebnisse sind keine Laborwerte, sondern Resultate aus dem alltäglichen Stadtverkehr“,

verdeutlicht Peter Bronnenberg die Tragweite der Resultate. Das Gutachten von Prof. Dr. Ralph Pütz bestätigt, dass bei einem Gelenkbus mit dieser Technik der Gesamtausstoß der Stickoxide auf 0,1 g/km reduziert wird. Somit wurde hier ein absolut neuer Benchmark nach unten gesetzt.

Nach Ansicht des Paderborner Bundestagsabgeordneten Dr. Carsten Linnemann stellt die vom PaderSprinter „präsentierte Nachrüstung für viele Verkehrsunternehmen eine kostengünstige und schnell umsetzbare Lösung dar“. Dies sei angesichts „klammer Kassen von Städten und Kommunen ein effizienter Weg.“ Peter Bronnenberg ergänzt:

„Auch vor diesem finanziellen Hintergrund ist eine umfangreiche Erneuerung vorhandener Dieselflotten mit Batteriebussen derzeit nicht möglich. Dennoch verfolgen auch wir die Elektromobilität sehr aufmerksam und werden diese verstärkt einsetzen, sobald die Serienreife erreicht ist.“

Modern kombinierte Abgassysteme mit innovativer SCR-Technik zur Minimierung von Stickoxiden und einer effektiven Partikelreduktion, eine verbrauchsoptimierte Motorentechnik sowie das Fahren mit besonders umweltfreundlichen Kraftstoffen sind Beispiele für eine gute Umweltverträglichkeit der heimischen Busflotte. Der PaderSprinter ist und bleibt mit den aktuellen Testreihen das Paradebeispiel in Sachen Umweltschutz.

„Der PaderSprinter ist im Bereich Umweltschutz ein Vorbild für alle deutschen Busflotten. Das Unternehmen geht moderne Wege, so dass umweltschonende Technologien schon lange eine Selbstverständlichkeit sind“,

teilt auch Paderborns Bürgermeister Michael Dreier diese Einschätzung.